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Das seit bald 30 Jahren bestehende Wohnprojekt Ludwigstraße 15 befiendet sich in der Tübinger Südstadt zwischen Sternplatz und Neckarufer. In direkter Nähe zum Lorettoviertel, dem LandestheaterTübingen (LTT), dem französischen Viertel und der Eberhardskirche trägt auch die LU 15 zum einmaligen Flair der Tübinger Südstadt bei. In diesem Viertel fügen sich begrünte Balkone, spielende Kinder auf verkehrsberuhigten Straßen, belebte Hinterhöfe und unterschiedliche architektonische Stile zu einem bunten Gesamtbild zusammen, das viel Raum für viele Lebensstile bietet.
Das Gebäude Ludwigstraße 15 wurde 1946 erbaut. Es diente zunächst als Unterkunft für französische Offiziere und deren Familien. Nach dem Abzug der französischen Truppen im Jahr 1977 stand das Gebäude, das zwischenzeitlich in den Besitz des Bundesvermögensamtes übergegangen war, über ein Jahr lang ungenutzt leer. „Das muss nicht sein“, dachten sich in der Nacht zum 29. November 1979 Menschen verschiedenster Couleur angesichts des teuren und knappen Wohnungsangebots in Tübingen. Nach dem Motto “bezahlbarer Wohnraum für alle“ wurde das Gebäude kurzerhand besetzt.
Seitdem leben in der „LU 15“ Studierende, Auszubildende, Kinder, SchülerInnen, HandwerkerInnen, Arbeitslose und Angestellte. Geändert hat sich seitdem, dass das Bundesvermögensamt das Objekt LU 15 am 1. April 1989 an das Tübinger Studentenwerk A.d.ö.R. verkaufte. Doch auch wenn der Eigentümer wechselte - die Selbstverwaltung blieb. In Mietverträgen mit dem neuen Hauseigentümer wurde den BewohnerInnen die Selbstverwaltung für weitere 10 Jahre zugesichert. Dieser Vertrag lief 1999 aus. 2004 kündigte das Studentenwerk allen BewohnerInnen, um das Haus zu sanieren und in ein Wohnheim nur für Studierende umzuwandeln.